News / 09. June 2020

Saubere Sache: Honda Jazz e:HEV spielt leise auf

Honda surft auf der grünen Welle. Bis 2022 will der Autobauer sechs Modelle in Europa mit einem elektrischen Antrieb auf die Straßen schicken. Die Zauberformel für mehr Nachhaltigkeit und eine umweltfreundliche Fortbewegung heißt "e-Technology". Die ersten Modelle der neuen Markenfamilie sind der neue Jazz und der Jazz Crosstar. 

Vor der Probefahrt sollten jedoch einige wichtige Dinge geklärt werden, bei einem Crash-Kurs in Sachen Theorie. Zum Beispiel, dass der knuffige Kleinwagen und die etwas höhergelegte hippe Cross-Variante erstmals in Europa ausschließlich mit Hybridantrieb erhältlich sein werden. Und dafür haben die Japaner dem Fahrzeug ein neues Logo verpasst: Die Buchstaben "e:HEV" belegen, dass hier die aktuelle Jazz-Generation aufspielt. "HEV" steht übrigens für "Hybrid Electric Vehicle".

Der neue Honda Jazz steht ab sofort bei den Händlern. Die Preise starten in Deutschland bei 22.000 Euro, in Österreich bei 21.990,-. Als Crosstar kostet dafür in Deutschland nur rund 4.000 Euro mehr, in Österreich 5.000: 26.990,-. Das e:HEV-System besteht aus zwei Elektromotoren, einem 1,5-Liter-Benzinmotor, einer Lithium-Ionen-Batterie und einem Direktantrieb mit "intelligenter" Steuereinheit, berichten die Honda-Strategen bei der Präsentation in der Driving Academy in Erlensee bei Hanau.

Der neue Jazz leistet 80 kW/109 PS und spurtet in 9,4 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Automobilhersteller mit 175 km/h an. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch liegt laut Honda bei 4,5 Liter je 100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 110 g/km (WLTP) entspricht. Beim Jazz Crosstar betragen die Werte 4,8 l/100 km und 110 g/km (WLTP).

Nachdem der Start-Button gedrückt ist, setzt sich der Jazz beinahe lautlos in Bewegung. Was sofort auffällt, ist die gute Rundumsicht. Kaum ein Winkel bleibt verborgen, was vor allem Parkmanöver und Rangieren jeder Art deutlich stressfreier macht. Dazu passt vielleicht die Kernaussage von Projektleiter Takeki Tanaka: "Wir haben das Fahrzeug als ein Objekt entwickelt, welches das Leben seiner Nutzer bereichert."

Der Jazz bietet seinem Fahrer gleich drei verschiedene Antriebsmodi. Da ist zunächst der Elektroantrieb ("EV Drive"). Hierbei treibt der mit Energie aus der Lithium-Ionen-Batterie versorgte Elektromotor das Fahrzeug direkt an. Beim Hybridantrieb (Hybrid Drive") treibt der Benzinmotor den zweiten Elektromotor an, der als Generator fungiert und Energie für den elektrischen Antriebsmotor produziert. Bleibt noch der Motorantrieb ("Engine Drive"). Dabei ist der Benzinmotor über eine Überbrückungskupplung direkt mit den Antriebsrädern verbunden.

Der Wechsel zwischen den einzelnen Fahrmodi erfolge für die Insassen praktisch unbemerkt, versprechen die Honda-Ingenieure. Und tatsächlich: Die mid-Testfahrt zeigt eindrucksvoll, dass die Verzögerungen bei den Übergängen auf ein Minimum reduziert wurden. Und es geht durchaus flott voran, denn der elektrische Antriebsmotor stellt ein maximales Drehmoment von 253 Newtonmeter bereit.

Beim Design setzt Honda auf das japanische Konzept des "Yoo no bi", was übersetzt so viel wie "Die Ästhetik der Nützlichkeit" heißt. Die ungewöhnlich geschmeidige Gestaltung der Oberflächen und die schlanke Frontpartie seien der Schlüssel zur ausgewogenen Optik, erklären die Honda-Designer. Eine wichtige Rolle dabei spielen die schmaleren A-Säulen, was schließlich die Sicht verbessert.

Bei der Konnektivität präsentiert sich der neue Jazz auf der Höhe der Zeit. Über den Touchscreen können auch vernetzte Infotainment-Dienste aktiviert werden, einschließlich Informationen zu Wetter, Parkplätzen, Musik, Navigation sowie Telefondienste, teilt der Autobauer mit. Zusätzlich zu den integrierten Apps hat der Nutzer über das eingebaute Android Auto und Apple CarPlay Zugriff auf Smartphone-Inhalte. Und noch etwas: Über die Smartphone-App "My Honda+" bleiben Fahrzeugbesitzer jederzeit mit ihrem Auto verbunden, connected sozusagen. Na dann: Willkommen im Jazz-Club.

Ralf Loweg / mid

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